Staaten ohne soziale Gerechtigkeit sind Räuberhöhlen (Hl. Augustin)
Dieses Zitat gibt wieder, was die SPD in 150 Jahren ihres Bestehens stets zu verhindern versucht hat. Damit begann Hermann Wimmer, ehemaliger SPD Bundestagsabgeordneter aus Neuötting, seine Festrede bei der 150 Jahr Feier in Waldkraiburg.
Am Freitag, den 29. November 2013 lud der Ortsverein Waldkraiburg seine Mitglieder ein, im Gasthaus Zappe langjährige SPD Mitglieder im Rahmen einer Feier zum 150jährigen Bestehen der SPD zu ehren . Hermann Wimmer, der gerne gekommen war, um die Festrede zu halten, führte die Gäste in einem kurzem Rückblick durch die Geschichte der SPD. Von der Gründung des ADAV 1863 durch Ferdinand Lassalle, bis hin zu Meilensteinen der SPD Erfolge in all den Jahren kam er schließlich zu Georg von Vollmar, dem Gründer der bayerischen SPD. 1891 stellte der fest, „ es ist Zeit von der Theorie ins Praktische zu gehen. Mitarbeiten ist besser als nur zu demonstrieren.“
Zu den Meilensteinen der SPD Erfolge gehört Wimmer zufolge das Erreichen von
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6 Arbeitstagen mit je 13 Std.
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Überstehen der Sozialistengesetze
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1922 Einführung einer Arbeitslosenversicherung
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1925 Heidelberger Programm, bereits dort ist von einem Vereinten Europa die Sprache
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Die SPD hat bereits vor der Machtübernahme gegen Hitler gekämpft
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1946 Wilhelm Högner- bayerische Verfassung erlaubt das Festsetzen von Mindestlöhnen
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Sudetendeutsche Sozialdemokraten leisteten politische Aufbauarbeit in Orten, in denen es keine SPD gab, vor allem durch die Seligergemeinde
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SPD war immer gegen Atomwaffen, als die CSU noch weit von einer Zustimmung entfernt war
Dies ist nur ein Querschnitt durch 150 Jahre sozialdemokratischer Politik. Dass in dieser Zeit natürlich auch Fehler gemacht wurden, blieb nicht unerwähnt. Doch nur wer aktiv handelt, kann Fehler machen und daraus lernen. Und, so Hermann Wimmer, die SPD hat Visionen für die Zukunft. Wer keine hat, der bleibt im Wartestand der Geschichte. Das wird der SPD nicht passieren, denn mit Willy Brandt gesprochen: „ Die Sozialdemokratie wird noch dringender gebraucht als je zuvor“.
Im Anschluss an den offiziellen Teil ergaben sich noch viele Gesprächsrunden in gemütlicher Atmosphäre und manch einer blieb sitzen, im Bewusstsein Teil einer 150jährigen Geschichte zu sein.
