In der Schenkerhalle in Waldkraiburg fand am Freitag, dem 7. Juni 2013, eine Podiumsdiskussion unter dem Thema Demokratie, Zukunft, Bildung – Jugend fordert Politik – statt. Ver anstaltet vom DGB in Kooperation mit dem KJR.
Den Fragen stellten sich die Kandidaten aller bereits im Bundestag vertretenen Parteien, angesprochen werden sollten vor allem Jugendliche und junge Leute, um ihnen einen besseren Zugang zu Politik zu ermöglichen.
Die gut besuchte Veranstaltung zog jedoch mehr Teilnehmer aus der „mittleren“ Altersklasse an. Nur vereinzelt zeigten sich Jugendliche im Publikum. Die jedoch meldeten sich zu Wort und hatten durchaus konkrete, eigene Vorstellungen, um unsere Gesellschaft zu verbessern. Und sie forderten die Kandidaten zu Stellungnahmen in den Bereichen Bildung, Ausbildung, Arbeitsmarkt, Mindestlohn und Politikverdrossenheit der Jugend.

Nach der Begrüßung durch Frau Hüwel vom KJR und Richard Fischer, DGB Kreisvorsitzender übernahm Wolfgang Haserer die Moderation des Abends. Er stellte die einzelnen Kandidaten vor und gab ihnen die Möglichkeit, sich mit einem kurzen Statement in die Diskussion einzubringen. In einem rund eineinhalbstündigen, regen Gedankenaustausch zeigten sich die Stärken und Schwächen der einzelnen Kandidaten. Einen überaus kompetenten und überlegten Eindruck hinterließen Annette Heidrich, SPD und Sophie Voit, Bündnis90/Die Grünen. Julia Bartz, CSU konnte nur in einigen Bereichen erschöpfend Auskunft geben, zum Thema Ausbildung, Mindestlohn, Arbeitsmarkt gab es leider nur kurze, schlagwortähnliche Antworten. Der Vertreter der FDP, Ulrich Kastner, verteidigte Standpunkte in der Wirtschaft, die heute nicht mehr haltbar sind, wie die Durchlässigkeit von Leiharbeitsplätzen hin zur Festanstellung, oder die

Selbstregulierung des Marktes. Vom Kandidaten der Linken, Alexander Lebedew konnten wir uns kein genaues Bild machen, da er nur kurze Antworten auf Fragen gab und sich nicht selbst an der Diskussion beteiligte.
Schade, dass nur wenige Jugendliche den Weg in die Schenkerhalle fanden, um mitzudiskutieren und die Positionen der Parteien kennen zu lernen. Solche Gelegenheiten sollte man nutzen.