
Quelle: OVB-Online
Die Haager SPD präsentierte sich bei der Generalversammlung in Aufbruchsstimmung. Mit Franz Moser und Peter Bauer ehrte Kreisvorsitzender Richard Fischer zwei verdiente Mitglieder.

Die Haager SPD präsentierte sich bei der Generalversammlung in Aufbruchsstimmung. Mit Franz Moser und Peter Bauer ehrte Kreisvorsitzender Richard Fischer zwei verdiente Mitglieder.
Haag - 120 Jahre gebe es die SPD in Bayern. Ein Drittel davon hätten, so der Kreisvorsitzende, die langjährigen Haager Mitglieder mitgemacht. Franz Moser sei im Einsatz gegen die Mülldeponie besonders aktiv gewesen, sei von 1990 bis 1997 Vorsitzender gewesen und hatte im Gemeinderat die SPD vertreten.
Peter Bauer, von 1993 bis 1997 Zweiter und seither Vorsitzender, sei um den Erhalt des Krankenhauses hervorgetreten und gäbe der Unterbezirksvorstandschaft "oft den nötigen Schub".
Knapp fasste Vorsitzender Peter Bauer den Rechenschaftsbericht auf die Hauptereignisse zusammen. Man habe aktuelle Themen wie Griechenland und Euro besprochen, über Inhalte und Personen diskutiert und an den Sitzungen des Unterbezirks teilgenommen. Insgesamt bilanzierte er: "Wir haben doch etwas erreicht." Es lohne sich weiter zu machen. Für das nächste Jahr wolle man wieder am Flohmarkt teilnehmen und ein Sommerfest organisieren.
Großes Lob zollte Kreisvorsitzender Richard Fischer dem gesamten Ortsverband, der zahlreiche Anträge gestellt habe, deren Wirkung auch im Bundesparteitag zum Tragen gekommen sei. "Diskussion ist politische Arbeit!", so Fischer. Sie müsse man wieder stärker vorantreiben. Er habe in den Ortsverbänden schon Aufbruchsstimmung feststellen können. Auf Bundesebene habe die SPD eigene Positionen teilweise umsetzen können, darunter Lohnsteigerung und Mindestlohn. Auf dem richtigen Weg sei die SPD mit ihren Forderungen zu Kinderkrippe und Kinderbetreuung gewesen. Nächste Schwerpunkte bildeten Bildung und Altersarmut. Im Landkreis Mühldorf liege die Durchschnittsrente der Frau bei 496 Euro, die der Männer bei 780. Teilzeitbeschäftigte würden die Problemfälle der Zukunft.
Weiter will die SPD einen Akzent auf die wirtschaftsnahe Infrastruktur setzen und auf die Frau in der Kommunalpolitik. Kreisvorsitzender Richard Fischer sparte nicht mit Kritik an der Landkreispolitik. Da habe man viel Geld für neue Konzepte ausgegeben und keine Effekte erzielt. Und er kündigte an: "Ich werde als Kandidat für den Landrat antreten".
Sissi Schätz griff die A 94 auf. Es könne sein, dass die Trasse Dorfen doch noch zu teuer werde. Man habe diese Variante durchgedrückt, obwohl die Trasse Haag besser gewesen wäre. Als unnötig bezeichnete sie den Vorschlag der Haager CSU, die Bürger über die Schlossturmrenovierung abstimmen zu lassen: "Da ist jeder dafür. Die Haager hängen an ihrem Denkmal." Zur Finanzierung unterstrich Peter Bauer in der Diskussion die momentane Problematik, dass vieles gleichzeitig geschultert werden müsse. Das dürfe aber nicht "Endzeitstimmung" aufkommen lassen. Wiebke Müller verurteilte das Verhalten der Regierung: Denkmalschutz auf Rentabilitätsbasis sei Lüge.
Eva Rehbein konnte von einem Plus in der Kasse berichten.
Für die Nominierungskonferenz zum Landtag wurden Peter Bauer und Sissi Schätz als Delegierte gewählt, für die zum Bundestag Wiebke Müller. Als nächste Themen für den Haager Ortsverband kündigte Peter Bauer schließlich die Themen ländliche Strukturen, Euro und Griechenland, Bildung und soziale Altersarmut an. OVB-Online xy
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