„Mühldorf ist bunt, Mühldorf muss bunt bleiben“

Veröffentlicht am 15.01.2012 in Unterbezirk

In Mühldorf ist kein Platz für Nazis!

Eindrucksvoll bewiesen das die ca. 400 Teilnehmer an der Gegendemonstration zum geplanten Naziaufmarsch in Mühldorf.
Die SPD Unterbezirke Mühldorf und Altötting organisierten innerhalb kürzerster Zeit eine Veranstaltung auf dem Mühldorfer Stadtplatz, um deutlich zu machen, dass hier für das „Freie Netz Süd“ mit seinem Sammelbecken an rechtsradikalen Kräften kein Platz ist. SPD UB Vorsitzender Richard Fischer, Initiator der Aktion, stellte ...

... die Versammlung unter das Motto „Mühldorf ist bunt, Mühldorf muss bunt bleiben“. Er bekräftigte in seinen Ausführungen“ rechtes und braunes Gedankengut darf nicht in unserer Heimat Einzug halten. Der Landkreis Mühldorf und die Städte und Gemeinden sind schöne Orte zum Leben, für ein friedliches Mit- und Nebeneinander, dass wir uns von niemanden kaputt machen lassen.“

Zu der Gegendemo, die am Samstag um 12Uhr30 am Stadtplatz begann, fanden sich Menschen verschiedenster Parteien, Vereine und Organisationen ein, die nur ein gemeinsames Ziel hatten, den Aufmarsch der Neonazis ins rechte Licht zu rücken, nämlich ins Abseits.
Richard Fischer wies in seiner Rede daraufhin, dass hier keine parteipolitische Veranstaltung stattfindet, sondern einer eben die Initiative ergreifen musste, um Flagge zu zeigen gegen Rechts. So konnten verschiedenen Sprecher das Mikrofon ergreifen, um ihre Standpunkte zu bekräftigen. Unter anderem auch der bayr. Umweltminister Dr. Marcel Huber CSU, Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer SPD, Bürgermeister Günther Knoblauch SPD, Landtagsabgeordneter Florian Ritter SPD, Rainer Stöger und Cathrin Henke von den Grünen, Ilse Preisinger-Sonntag CSU, Vertreter der Kirche, der Linken, der FDP, der Gewerkschaften und viele mehr.
Für alle war klar, man darf nicht zuschauen und zulassen, dass hier eine Stadt dazu benützt wird, braunes Gedankengut zu verbreiten und dass zur Asylantenhetze aufgerufen wird.
Ohne Zwischenfälle konnte die Demonstration beendet werden, doch wollten viele Teilnehmer noch warten, bis die Neonazis in Polizeibegleitung auf dem Stadtplatz einmarschieren würden. Dazu kam es jedoch nicht, da eine Gruppe Demonstranten das Tor zum Stadtplatz mit Sitzblockaden zur unüberwindlichen Sperrung werden lies.
Der Versuch, ihre Thesen vor dem Finanzamt zu verbreiten, scheiterte aber am gellenden Pfeifkonzert der Mühldorfer und den lauten „Nazi raus“ Rufen. Mit vereinten Kräften wurden die Rechten über den Stadtberg zum Bahnhof getrieben, wo ihnen nichts anders übrig blieb, als in den Zug zu steigen und Mühldorf zu verlassen.
Am Ende eines ereignisreichen Tages zog Richard Fischer ein überaus positives Resümee: „Es macht mich wirklich stolz, dass es gelungen ist, innerhalb kurzer Zeit so viele Menschen zu mobilisieren, die bereit sind, für ihre demokratischen Werte einzutreten. Das Bild vom bunten Mühldorf fand sich auch auf dem Stadtplatz wieder, wo Fahnen unterschiedlichster Farben die Vielfalt an Parteien, Vereinen, Organisationen und Gewerkschaften zeigten, und alle ideologischen Unterschiede in den Hintergrund traten, um ein demokratisches Zusammenleben zu gewährleisten.
Mühldorf ist bunt, vielleicht ist es seit heute noch ein Stück bunter geworden. Achten wir Alle darauf, dass es auch in Zukunft so bleibt“

 

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