Rente mit 67 - nicht mit uns!

Veröffentlicht am 14.11.2010 in Wahlkreis

Dieses Thema griff der politische Stammtisch des SPD Ortsvereins Waldkraiburg auf. In unregelmäßigen Abständen treffen sich hier politisch interessierte Bürger und Sozialdemokraten zum gemeinsamen Gedankenaustausch. SPD-Vorsitzender Alex Will lud am Sonntag, den 14.November 2010 Interessierte ins Gasthaus Zappe ein, um sich über den immer größer werden Sozialabbau in unserem Land zu informieren. Denn davon ist jeder betroffen, sei es durch die neue Gesundheitsreform, der Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre, niedrige Löhne usw.

Vorausgegangen war am Samstag, dem 13. November die große Demonstration gegen den Sozialabbau in Nürnberg, organisiert vom DGB. Ungefähr 30 000 Menschen gingen auf die Straße, um ihren Unmut über die derzeitige Lage in Deutschland Luft zu machen. Aus den Landkreisen Mühldorf/Altötting nahmen ca. 300 Personen am Demonstrationszug teil. Auch SPD-Stadtrat und IG BAU-Sekretär Richard Fischer nahm an dieser Aktion teil und konnte so eine eindrucksvolle Beschreibung der Stimmung in Nürnberg wieder geben. Bis jetzt schien die Schmerzgrenze der Menschen noch nicht erreicht, um sich zu solidarisieren und auf die Straße zu gehen. Doch nun scheint ein Anfang gemacht zu sein. Fischer führte aus, wie wichtig es sei, die Leute in richtige Arbeitsverhältnisse zu bringen, damit sie nach Tariflöhnen bezahlt werden, denn daraus werden die späteren Renten berechnet. Selbst die niedrigen Mieten in Waldkraiburg schützen die Menschen nicht vor Altersarmut, wenn immer mehr zusätzliche Kosten auf den Einzelnen zukommen. Es kann jeden treffen, Waldkraiburg macht da keine Ausnahme. Mit 67 in Rente - für viele ist das unvorstellbar und auch nicht zu leisten. Wer möchte denn schon seine Kinder von einer 67jährigen Erzieherin beaufsichtigt wissen, während junge, dynamische Kräfte keinen Arbeitsplatz finden. Welcher Fliesenleger oder Stahlarbeiter ist in der Lage, nach 40jähriger Arbeit noch weiter zu machen, wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist, Leistung zu bringen. Die Jungen brauchen Arbeit, Erfahrung können Ältere auch ehrenamtlich weitergeben. Alle Stammtischbesucher waren sich einig, dass die Abwendung vom Solidaritätsprinzip gestoppt werden muss. Ein weiterer Sozialabbau wird auch in Waldkraiburg seine Spuren hinterlassen und von den Städten und Kommunen erhöhten Bedarf in den Sozialämtern hinterlassen.

 

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