SPD Kreisvorsitzender Richard Fischer und NGG Sekretär Georg Schneider begleiteten gekündigte Schlachthofmitarbeiter in den bayerischen Landtag. Sie übergaben eine Petition an Landtagsvizepräsident Franz Maget und an Angelika Weikert, arbeitspolitische Sprecherin der SPD Landtagsfraktion
Fünfzig Mitarbeiter - zum Teil mit ihren Familien - waren nach München gereist, um Landtagsvize-präsidenten Franz Maget eine Petition zu überreichen. Damit sollen Landtag und bayerische Regierung aufgefordert werden, sich mit der Problematik Schlachthof Waldkraiburg auseinander zu setzen.
Beschäftigung zu Dumpinglöhnen, Werkverträge, Schichten bis zu 16 Stunden, unter diesen Bedingungen musste am Schlachthof in Waldkraiburg gearbeitet werden. Angelika Weikert, arbeitspolitische Sprecherin der SPD Landtagsfraktion stellte dazu fest: „Das einzig wirksame Mittel gegen eine solche Ausbeutung ist ein gesetzlich verankerter Mindestlohn. Es kann auch nicht sein, dass nach Zeitarbeitsfirmen nun Werkverträge offenbar das neue Mittel der Wahl sind, um Profit zu mehren und Mitarbeiter auszubeuten. Hier besteht dringender Handlungsbedarf“.

Gemeinsam mit Franz Maget saß sie mit den Arbeitnehmern in der Runde, um sich ihre Probleme und Sorgen anzuhören. Unterstützt von der Gewerkschaft NGG und Mitgliedern des SPD Ortsvereins Waldkraiburg konnten alle nochmals ihren Standpunkt deutlich machen und als einzig wirksame Vorbeugung den gesetzlichen Mindestlohn als Notwendigkeit fordern.