SPD setzt auf Fischer

Veröffentlicht am 22.06.2013 in Wahlkreis

Die Vorstandschaft des SPD-Ortsvereins will mit dem Unterbezirksvorsitzenden Richard Fischer in den Bürgermeisterwahlkampf 2014 ziehen. Einstimmig habe das Führungsgremium dem Stadt- und Kreisrat das Vertrauen ausgesprochen, sagte gestern Ortsvorsitzender Bernd Wegmann. Gleichzeitig erklärte Fischer, dass er auf die bereits angekündigte Kandidatur als Landrat verzichtet.


Jetzt ist es raus: Die SPD-Vorstandschaft wird der Nominierungsversammlung im September Stadt- und Kreisrat Richard Fischer als Bürgermeisterkandidat vorschlagen.


Waldkraiburg - Zusammen mit dem Dritten Bürgermeister Reinhard Babiak und Schriftführer Alexander Arnusch waren Fischer und Wegmann in die Redaktion der Waldkraiburger Nachrichten gekommen, um das Ergebnis der Vorstandssitzung am Vorabend öffentlich zu machen: Der Ortsvorstand wird der Nominierungsversammlung am 27. September Richard Fischer als Bürgermeisterkandidaten vorschlagen.


Der 58-Jährige, der als Regionalsekretär bei der IG Bauen-Agrar-Umwelt arbeitet, zog 2008 in den Stadtrat und Kreistag ein. Seit 37 Jahren gehört er der SPD an, steht fast ein Jahrzehnt an der Spitze des Unterbezirks.


Fischer ist bereits der zweite Kandidat, mit dem die SPD an die Öffentlichkeit geht. Markus Schwaiger hatte im vergangenen Herbst jedoch seine Kandidatur zurückgezogen. Er sehe sich aber "keinesfalls als Notnagel", betonte Fischer. "Ich mache das, weil sich in Waldkraiburg etwas ändern muss, weil in Waldkraiburg sozialdemokratische Kommunalpolitik zum Tragen kommen muss."


Seine Kompetenzen in der Arbeitswelt und im sozialen Bereich will der Kandidat einbringen und gemeinsam mit den Kandidaten für den Stadtrat die inhaltlichen Schwerpunkte auf die Entwicklung und Verbesserung der Infrastruktur, insbesondere der Verkehrswege im Stadtgebiet, die Haushaltskonsolidierung, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Förderung des Mittelstands sowie neue Wege der Bürgerbeteiligung legen.


"Die Stadtratsliste steht", so Wegmann, der ebenso wie Peter Schmid-Rannetsperger als möglicher Bürgermeisterkandidat im Gespräch war. Im Oktober, spätestens November, sollen die Kandidaten nominiert werden. Mit Ausnahme von Horst Krumpholz werden alle amtierenden Stadträte der SPD-Fraktion sich erneut zur Wahl stellen.


Als Vorsitzender der Kreistagsfraktion hatte Fischer seinen Schwerpunkt bislang auf die Kreispolitik gelegt. Bei seiner ersten Kandidatur im Jahr 2008 war er Landrat Huber klar unterlegen. Erneut wollte er im nächsten Jahr gegen Huber antreten. Das hatte er bereits öffentlich erklärt.


Über seinen Verzicht auf die Landratskandidatur sei im Kreisvorstand "intensiv diskutiert worden", die Entscheidung für die Kandidatur in Waldkraiburg sei aber mit Zustimmung der Kreisvorstandschaft getroffen worden, so die Vertreter der Waldraiburger SPD. "Es ging um die Frage, wie wir unsere Position verstärkt einbringen können", sagt Richard Fischer. "Waldkraiburg ist meine Stadt. Sie liegt mir am Herzen." Als Waldkraiburger Bürgermeister könne er mehr für Waldkraiburg bewegen und die Position der Stadt im Landkreis stärken, so der designierte Bürgermeisterkandidat. Er habe seine Entscheidung auch im Hinblick auf die Wahlbeteiligung getroffen. "Meine Kandidatur soll dazu beitragen, mehr Leute in Waldkraiburg zur Wahl zu bringen." hg-OVB Waldkraiburg

 

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