SPD nominiert Annette Heidrich

Veröffentlicht am 27.10.2012 in Unterbezirk

Mit 100 Prozent Rückendeckung startet Annette Heidrich als Bundestagskandidatin der SPD Mühldorf und Altötting in den Bundestagswahlkampf. Bei der Bundeswahlkreiskonferenz in Töging erhielt die 45-jährige Burgkirchenerin 47 von 47 Stimmen.

 

Freude auf beiden Seiten: die beiden SPD-Unterbezirksvorsitzenden Franz Kamhuber (rechts) und Richard Fischer (links) gratulieren Annette Heidrich zu ihrer Nominierung mit 100 Prozent. Foto lang

Töging - "Manchmal entsteht aus der Not eine Chance", kommentierte Altöttings Unterbezirksvorsitzender Franz Kamhuber, nachdem die erste SPD-Kandidatin Martha Kaleta ihre Kandidatur zurückgezogen hat. Die neue, Annette Heidrich, stammt aus Dienslaken, ist mit zwei Brüdern im Sanitär-Betrieb der Eltern groß geworden. Ihr Vater war selbst 16 Jahre SPD-Stadtrat, sagte sie im Interview mit Franz Kamhuber und Tögings SPD-Fraktionsvorsitzendem und designierten Landtagskandidaten Günther Zellner.

Studiengebühren müssen abgeschafft werden, Bildung dürfe nichts kosten, das beinhalte auch Ausgaben für Lehrmaterial an der Schule, die viele Familien überlasten. Wählen mit 16 sei möglich, aber nur, wenn die politische Bildung an den Schulen verbessert werde. Die Rente mit 67 müsse unbedingt rückgängig gemacht werden, bestes Mittel gegen Altersarmut sei der Mindestlohn. Die Frauenquote befürwortet sie, Frauen seien weniger risikobereit und hätten ausgleichenden Einfluss auf Entscheidungen.

Jetzt setzt die SPD in der Region zuerst alle Hoffnung auf sie als Bundestagskandidatin. "Du bist eine, die anpackt, die voranschreitet, eine bessere konnten wir nicht finden", sagte Zellner. "Sachgerecht und dynamisch", urteilte der frühere SPD-MdB Hermann Wimmer. "Ich glaube, wir werden ein gutes Ergebnis bekommen", zeigte sich Mühldorfs Unterbezirksvorsitzender Richard Fischer überzeugt. Es sei Zeit, dass die Bundesregierung endlich abgelöst werde, dass endlich wieder auf die Bedürfnisse der Bevölkerung eingegangen werde, dass die Altersarmut bekämpft werde und die Schere zwischen Arm und Reich sich wieder schließe. "Ich tue alles, damit es in Bayern für die SPD vorangeht", sagte Heidrich, als sie die Wahl annahm. Für Unruhe sorgte ein Antrag bei der Wahl zum Bundeswahlkreisvorstand. Bemängelt wurde, dass die Kandidatenlisten ausschließlich männlich besetzt waren, obwohl die SPD eine Frauenquote von 40 Prozent ausgerufen habe. Spontan wurde die Liste der Beisitzer neu aufgestellt: Günther Zellner und Peter Bauer verzichteten auf ihre Kandidatur, dafür stellten sich Margret Schwiebacher, Brigitte Gruber und Heidi Stefan-Brenner zur Wahl. Sie wurden, wie Günther Knoblauch, Werner Schreiber und Bernd Wegmann als Beisitzer gewählt. Vorsitzender ist Franz Kamhuber, Stellvertreter Richard Fischer, Kassier Ernst Huber und Schriftführer Lothar Kunz. nl

Bilder und Text OVB Mühldorf

 

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