Von ihnen hört man nur dann, wenn Notfälle eingetreten sind, große Katastrophen passiert sind, oder der Mensch allein nicht mehr helfen kann. Die Rede ist von den Hunden der Rettungsstaffel des BRK Mühldorfs. Dass die Hunde immer wieder eingesetzt werden, finden alle Menschen gut und richtig, in vielen Situationen wird nach ihnen gerufen, sie müssen ständig in Bereitschaft sein.
Wie viel Arbeit und Einsatzbereitschaft hinter der Ausbildung von Rettungshunden und ihren Hundeführern steckt, darüber macht sich kaum jemand Gedanken. Idealismus,

Einsatzbereitschaft, Zeit, auch Geld sind einige der notwendigen Voraussetzungen, um ein funktionierendes Rettungswesen aufrecht zu erhalten.
SPD Unterbezirksvorsitzender und Stadtrat Richard Fischer wurde um Hilfe gebeten, ob es nicht möglich sei, ein klein bisschen Erleichterung in finanzieller Hinsicht für die Hundeführer zu schaffen. Rettungshunde mit fertiger Ausbildung sind bereits von der Hundesteuer befreit, dies galt bisher aber nicht für Rettungshunde in der Ausbildung. Um sich ein Bild von dieser Ausbildung zu machen, begleitete Richard Fischer die Rettungshundestaffel des BRK Mühldorf zu einem Training 5 Stunden in den Bürgerwald.
Sonntag um 6°° klingelt der Wecker, Abfahrt um 7°° um rechtzeitig um 8°° im Bürgerwald Eggenfelden zu sein: Alltag der Rettungshundestaffel. Schon beginnt das Training. Helfer werden wie Vermisste im Wald versteck, hinter Bäumen oder in Gräben. Schon kann das erste Hundeteam die Suche aufnehmen.
„Es ist erstaunlich wie viel Training die Teams leisten um sicher zu arbeiten“ stellt Fischer erstaunt fest. Etwa 3 Jahre dauert die Ausbildung bis zur Einsatzreife als DIN-geprüften Rettungshundeteam. In der Zeit wird zweimal wöchentlich geübt, dazu kommen noch Hundeschule und theoretische Ausbildungen.
Herr Fischer erklärte, dass ihm dieser Aufwand nicht bewusst war. Seine Wertschätzung hat sich seit dem Trainingsbesuch weit erhöht. Aus diesem Grunde brachte er einen Antrag im Stadtrat von Waldkraiburg ein, die Befreiung von der Hundesteuer für diese Hunde zu genehmigen. Damit beschäftigte sich der Stadtrat in dieser Woche und kam zu dem Schluss, dass dies eine gute Sache sei. Derzeit wird geprüft, für wie viele Hunde diese Befreiung in Frage kommt.
Richard Fischer nach seinem Trainingsbesuch: „Ich halte die Befreiung von der Hundesteuer für eine kleine, aber wertvolle Erleichterung für die Hundeführer. Es ist ja nur eine Facette im Gesamtbild der Ausbildung, die sich aus ideellen und finanziellen Bereichen zusammensetzt. Es freut mich, wenn damit eine kleine Hilfestellung gegeben werden kann“
